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Pilates – warum es für mich ein echtes Basic ist

  • Autorenbild: Miriam Wölbern
    Miriam Wölbern
  • 12. März
  • 4 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 20. Apr.


Pilates als Basis für Bewegung: Stabil, beweglich und schmerzfrei



Graffiti auf einer Hauswand mit der Aufforderung, stark zu bleiben
Bildquelle: unsplash

Sportlich – und trotzdem nicht stabil


Es fing vor ca. 3 Jahren an, mit einem doppelten Bandscheibenvorfall, bedingt durch viel Sitzen am Schreibtisch und Heben von schweren Sachen. Nach Krankschreibung und Liegephase kam die Physiotherapie, und dann probierte ich zum ersten Mal Pilates aus – seitdem bin ich „infiziert“.


Ich hatte Pilates früher eher als Chichi abgetan, als etwas für Menschen, die sich ständig optimieren wollen. Ich bin lieber laufen gegangen, geritten und Ski gefahren – also eigentlich schon immer sportlich unterwegs gewesen. Im Fitnessstudio habe ich Kurse besucht, die mir einfach Spaß machten. Trotzdem fehlte mir die tiefe Core-Muskulatur, um mich im Alltag ausreichend zu halten. Dazu die körperliche Belastung beim Heben von Kindern (Zwillinge), ein schwerer Hund…


Yoga begleitet mich seit vielen Jahren. Es war (und ist) für mich immer ein toller Ausgleich ohne Streß und Leistungsdruck, für mehr Flexibilität und Dehnung. Ich habe selbst eine Yogalehrerausbildung gemacht und schätze diese Praxis sehr. Die Asanas (Übungen) im Yoga sind sehr vielseitig, aber gleichzeitig habe ich auch gemerkt, wie viel auch schnell falsch laufen kann – durch Übermut, fehlende Kraft, mangelnde Anleitung oder Korrektur. Auch ich hatte oft danach Rückenschmerzen.



Warum Pilates funktioniert


Beim klassischen Pilates habe ich gelernt, meinen Körper noch besser kennenzulernen. Ich spüre, wie eine kleine Korrektur eine große Wirkung auf die Muskulatur haben kann. So bin ich Stück für Stück stabiler und dadurch wiederum beweglicher und flexibler geworden – und das wirkt sich auf alles aus.


Im normalen Alltag hat Pilates für mich viel verändert. Ich komme morgens problemlos aus dem Bett, fühle mich deutlich aufgerichteter und körperlich belastbarer. Dinge, die mich früher aus der Bahn gebracht haben – wie das Heben einer Kiste Wasser oder schwerer Taschen – sind heute kein Thema mehr. Mein Gang ist lockerer, und mein Körper fühlt sich wieder verlässlich an. Ich bin begeistert von der Effizienz der Übungen und vom besseren Körpergefühl.



Pilates und Sport


Auch bei meinen anderen Hobbys merke ich einen deutlichen Unterschied:

Beim Skifahren bekomme ich die Ski besser auf die Kante und fahre dadurch präziser und schwungvoller. Natürlich bin ich durch die vielen Aus- und Fortbildungen als Ski-Instructor gut geschult, aber die Umsetzung klappt nun besser.


Beim Reiten merke ich es jede Woche. Unser Hannoveraner-Wallach Calle ist sehr schwungvoll, Aussitzen im Trab war für mich immer eine echte Herausforderung. Außerdem reagiert er extrem sensibel im Rücken und wird schnell hektisch, wenn die Verbindung fehlt. Inzwischen kann ich ihn viel feiner über meinen Sitz lenken, geschmeidiger einsitzen und habe deutlich mehr Freude daran (und ich behaupte mal einfach, er auch). Und eine Trabverstärkung fühlt sich nun oft an wie kleine Bögen im Tiefschnee :-).


Und last not least: Beim Yoga weiß ich nun viel besser, was mir gut tut, und genieße es endlich, mich in sanfte Twists oder Rückbeugen zu bewegen – was mich früher oft rauskatapultiert hat. Ich lasse (für mich) unsinnige Bewegungen aus und achte auf die korrekte Ausführung. Diese Kombination ist für mich perfekt und tut meinem Körper einfach gut.



Klassisches Pilates – durchdacht und wirkungsvoll


Zurück zum Pilates. Josef Pilates hat vor über 100 Jahren eine sehr durchdachte Übungsserie entwickelt, die den Körper Schritt für Schritt kräftigt und fordert. Da alle Muskelgruppen zusammenhängen, trainiert man nie isoliert. Jede Übung bereitet die nächste vor, und es stellen sich schnell Erfolge ein – sowohl bei untrainierten als auch bei sportlichen Menschen.


Natürlich wurden im Lauf der Jahre einige Übungen verbessert, Varianten kamen dazu und wurden an neueste anatomische Kenntnisse angepasst – und einige bestehen fort. Durch die präzise Anleitung und Korrektur, fokussierte Bewegung und gleichmäßige Atmung entsteht nach und nach ein toller Flow. Am Ende jeder Stunde geht man erschöpft, aber glücklich und aufgerichtet in die Woche.



Meine persönliche Konsequenz: Ausbildung und regelmäßige Praxis


Weil das Ganze für mich so hilfreich war und ich den Dingen gern auf den Grund gehe, habe ich eine Ausbildung zum klassischen Matwork-Coach bei Susanne Görlitz von Complete Pilates in Hannover gemacht, trainiere dort auch weiterhin und bilde mich regelmäßig fort.


Auch nach meiner Knieverletzung mit anschließender OP habe ich, sobald ich auf die Matte kommen und wieder aufstehen konnte, neben der Physiotherapie täglich etwas Pilates trainiert. Die Muskulatur wurde so regelmäßig gefordert, das Kniegelenk mobilisiert und gleichzeitig geschont und nur in den Richtungen bewegt, die erlaubt waren. Dadurch fühlte ich mich bald besser und kam (wortwörtlich) wieder schnell auf die Beine.


Und als Trainerin erlebe ich Teilnehmer, die plötzlich den Teaser (ähnlich dem fiesen „Klappmesser“, aber besser) schaffen – etwas, das zuvor völlig undenkbar war. Besonders gefreut hat mich kürzlich die Rückmeldung einer Teilnehmerin, dass sie nach nur drei Stunden deutlich weniger Rückenprobleme hat und morgens viel leichter aus dem Bett kommt. Sie ist grundsätzlich sehr sportlich und rudert viel – Pilates ist für sie eine perfekte Ergänzung. Und das ist nur eine von den vielen begeisterten Rückmeldungen!



Welchen Körper möchtest du haben?


Der Frage sollte sich jeder stellen: Wie möchte ich mich eigentlich bewegen – heute, in fünf Jahren, in zehn Jahren? Im Alltag, bei der Arbeit, beim langen Sitzen im Büro und Auto? Oder auch bei meinen anderen Hobbys wie vielleicht Golfen, Laufen, Skifahren oder Reiten?


Pilates ist kein spektakulärer Sport, aber es ist eine unglaublich wirksame Grundlage. Eine Stunde angeleitetes Training pro Woche und kleine, regelmäßige Übungen zu Hause können einen großen Unterschied machen. Nicht, um jünger oder schlanker zu wirken – sondern um beweglich, kraftvoll und selbstbestimmt älter zu werden.


Und vielleicht ist genau jetzt der richtige Zeitpunkt, damit anzufangen.


Schaue nach regelmäßgen Updates gerne auf meinem Instagram Kanal vorbei: @framework.hannover





 
 
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