Die 6 Prinzipien des Pilates im Alltag
- Miriam Wölbern

- 25. Mai
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 25. Mai
Was ich vom Training auf der Matte in meinen Alltag mitnehmen kann

Pilates ist nicht nur Training für den Körper - dahinter steckt viel mehr
Eigentlich bin ich ganz zufrieden mit mir.
Trotzdem nervt es mich, wenn ich fahrig werde, Dinge (Namen!) vergesse, zu viel parallel erledigen möchte, unnötig über Dinge eskaliere und mich vorschnell auf neue Sachen stürze, während anderes liegen bleibt. Natürlich alles ein bisschen wassermann-typisch, vielleicht ja auch leicht hyperaktiv — oder was auch immer für Erklärungen ich finde, damit ich die Verantwortung für meine kleinen Macken abgeben kann.
Da kommen die Pilates-Prinzipien genau richtig — und für mich auch ein Grund, neben dem körperlichen Training das klassische Pilates gerade wegen seiner mentalen Auswirkungen so zu lieben.
Als da wären:
Atmung
Na logo — mal bewusst aufs Ein- und Ausatmen konzentrieren, ohne den Atem stocken zu lassen. Wie eine kleine Meditation. Und schon werden die Gedanken klarer.
Konzentration
Wirklich nur an das denken, was man gerade tut. Also: das Gemüse schnippeln. Den Müll rausbringen. Mit dem Hund im Wald spazieren gehen. Telefonieren. Autofahren. Und nicht alles parallel.
Dein Gegenüber — die andere Seite am Telefon, dein Hund/Pferd/Mensch — merkt sofort, ob du präsent bist.
Schön eins nach dem anderen. Dafür besser.
Kontrolle
Das führt zwangsläufig dazu, die Dinge mehr auf den Punkt zu bringen und irgendwie effektiver zu machen. Nicht zu stolpern. Im Verkehr besser zu reagieren. Nur zu machen, was nötig ist. Das Handy nicht zum 50. Mal zu verlegen.
Klar: Zu viel Kontrolle ist auch wieder nicht so super — falls man dadurch krampfig oder unlocker wird. Aber das gilt auch auf der Matte.
Zentrierung
Immer schön in der Mitte bleiben — beim Pilates das Powerhouse genannt, die Core-Muskulatur, die den Rumpf (also Rücken, Bauch, Becken, Schultern) stützt und dadurch schützt.
Beim Yoga konzentriert man sich aufs sogenannte „3. Auge“, einen Punkt auf der Stirn zwischen den Augenbrauen. Diese Zentrierung lenkt den Geist nach innen und hilft beim Fokussieren.
Und sowohl beim Pilates und Yoga als auch bei allen Bewegungen gilt: Ist die Basis stabil, kann die Bewegung korrekt ausgeführt werden. Ist man bei sich, kann man Wissen besser abrufen und Gedanken sortieren.
Präzision
Nicht einfach schnell durchhuschen, sondern präzise, konzentrierte Bewegungen ausführen. Erst dann werden die richtigen Muskeln aktiv und der Körper gut trainiert.
Wenn das sitzt, darf es auch schneller werden. Aber erst dann!
Wie auch im restlichen Leben: lieber weniger, dafür aber richtig. Oder: Viel hilft nicht immer viel.
Bewegungsfluss
Jep: Wenn alles oben beachtet wird, dann kommt der Flow von allein. In der Bewegung, im Tun, im Leben, im Alltag.
Ich bin fest davon überzeugt, dass vieles besser wird, wenn man sich das immer mal wieder klar macht, und natürlich umsetzt. Dem einen fällt’s leichter, der anderen schwerer. Und das allzeit präsente Internet ist durch seine Endlosigkeit auch nicht gerade förderlich. Aber dazu gibt es ja ausreichend Tipps.
Jeder muss einfach für sich selbst entscheiden, wie er oder sie mit sich — dem Körper, dem Geist — umgehen möchte.
In dem Sinne: Ab auf die Matte!
Schaue nach regelmäßgen Updates gerne auf meinem Instagram Kanal vorbei:



